Bedürfnisorientierte Konfliktbearbeitung
Eigentlich wünschen wir uns alle, gut miteinander auszukommen – doch das ist im Alltag nicht immer leicht.
Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit: Erlebnisse, Erfahrungen, Prägungen. Sie bestimmen, wie wir Situationen wahrnehmen, wie wir uns fühlen und was wir gerade brauchen.
Weil wir unterschiedlich fühlen, denken und handeln, entstehen Konflikte.
Das Mediationsverfahren bietet einen strukturierten Rahmen, um Konflikte einvernehmlich zu lösen. Dabei werden nicht nur die sachlichen Aspekte betrachtet, sondern auch die dahinter liegenden Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten.
Das Ziel: Gemeinsam Ideen entwickeln, die den aktuellen Konflikt lösen – und Vereinbarungen treffen, mit denen beide Seiten gleichermaßen zufrieden sind.

Die Grundprinzipien der Mediation
- Freiwilligkeit
Der Mediationsprozess kann von allen Beteiligten (auch vom/von der Mediator/in) jederzeit beendet werden.
- Eigenverantwortlichkeit / Selbstbestimmung
Die Konfliktparteien agieren eigenverantwortlich und selbstbestimmt; sie werden dabei vom/von der Mediator/in unterstützt.
- Informiertheit
Alle Konfliktparteien müssen ausreichend Gelegenheit bekommen, sich Zugang zu sämtlichen entscheidungsrelevanten Informationen zu verschaffen.
- Vertraulichkeit
Der/die Mediator/in ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Die Konfliktparteien vereinbaren ihre eigenen Regeln zum Thema Vertraulichkeit.
- Neutralität
Die Haltung des/der Mediators/in ist neutral.
Er/sie unterstützt alle Konfliktparteien gleichermaßen, um eine interessensgerechte und auch im Ergebnis faire Vereinbarung zu erzielen.
- Ergebnisoffenheit
Es gibt kein feststehendes Ergebnis für den Ausgang einer Mediation.